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Frieden Gesellschaft und Wirtschaft

Friedensnoten

veöffentlicht am 30.07.2026 von Team Redaktion

„Der Politik des Krieges Lieder des Friedens entgegensetzen“

Von Verdi bis Roger Waters, von Lennons „Give Peace a Chance“ bis Kollegah: Das mehrsprachige Online-Magazin macht Friedens- und Antikriegslieder wieder hörbar – derzeit 57 Autoren, 78 Beiträge, vier Sprachen.

In einer Zeit, in der die öffentliche Debatte von Aufrüstung, Feindbildern und der Normalisierung des Krieges geprägt ist, setzt Friedensnoten bewusst einen Gegenklang. Die Grundidee ist so einfach wie eindringlich: Musik erinnert daran, dass Frieden möglich und alternativlos ist – und dass Menschen ihm zu allen Zeiten eine Stimme gegeben haben.
Jeder Beitrag nimmt ein einzelnes Lied zum Ausgangspunkt, erzählt seine Geschichte, den persönlichen Bezug oder schlägt den Bogen in die Gegenwart.

Ein Chor aus vielen Stimmen

Bislang sind 78 Beiträge von 57 Autoren erschienen – Publizisten, Wissenschaftler, Künstler und Musiker. Mit Wolfgang Wodarg und Christian Schubert sind auch zwei Autoren aus dem Kreis der MWGFD zu finden, weitere werden folgen. Und gestaltet und programmiert hat die Website unser Webentwickler Peter Bickel, der als jahrzehntelanger Musikjournalist auch selbst einige Beiträge verfasst hat, denn dieses Thema liegt ihm sehr am Herzen.

Die Spannweite der behandelten Lieder reicht über Jahrzehnte und Genres hinweg: vom russischen Volkslied „Katjuscha“ über Klassiker wie „Ohio“ (Crosby, Stills, Nash & Young), „War Pigs“ (Black Sabbath), „99 Luftballons“, „Ein bisschen Frieden“ oder „Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht“ bis zu aktuelleren Stücken von Bettina Wegner, Yann Song King, Morgaine, Alexa Rodrian oder Roger Waters‘ „Comfortably Numb – Re-Imagined“ mit der palästinensischen Sängerin Mona Miari.

Eine Besonderheit sind die „Backstage“-Beiträge: Hier schreiben Musiker über ihr eigenes Lied und erlauben einen persönlichen Blick hinter die Kulissen ihres Schaffens.

Lesen, hören, sehen – in vier Sprachen

Friedensnoten ist konsequent viersprachig angelegt: Alle Inhalte erscheinen auf Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch und richten sich damit ausdrücklich an ein internationales Publikum, denn das Bündnis wird auf weitere Länder ausgeweitet. Jeder Text lässt sich zudem hören: Radio München produziert aus den Beiträgen eigene Sendungen, ergänzt um das Original-Lied als Video. So verbindet das Magazin Essayistik, Hörfunk und Musik zu einem Angebot, das gelesen, gehört und gesehen werden kann.
Ergänzt wird das Ganze durch Autoren-Profile, einen fortlaufenden Aktuell-Bereich mit friedenspolitischen Meldungen, einen RSS-Feed sowie den Download jedes Beitrags als PDF.

Gestaltung passend zum Thema

Auch visuell geht Friedensnoten einen eigenen Weg. Die Seite setzt auf eine markante Schreibmaschinen-Typografie und großformatige politische Fotomontagen in der Tradition des von den Nationalsozialisten verfolgten Grafikers John Heartfield – reduziert schwarz-weiß auf Papierweiß, mit einer einzigen Signalfarbe in Zinnoberrot. Ein Light- und Dark-Modus runden das Erscheinungsbild ab.

Ein Bündnis für den Frieden

Friedensnoten versteht sich als gemeinsames Projekt von Manova, Radio München, den Nachdenkseiten und Protestnoten, initiiert von Marcus Klöckner und Jens Fischer Rodrian. Die Beiträge sind Ausdruck einer publizistischen Haltung, die dem Krieg widerspricht und für Verständigung, Verhandlung und Versöhnung eintritt – ohne dabei die Vielstimmigkeit und die Widersprüche der Debatte zu glätten. Die MWGFD unterstützen das Projekt sehr gern als Partner – durch technische und inhaltliche Mitarbeit und durch Verbreitung.

Aus der Website der Friedensnoten:

Mit den Worten von Jacques Brel: Wir haben „nichts als Chansons, um die Kriegstrommeln zu übertönen“. Doch das macht nichts. Lieder können eine große Kraft entfalten. Sie sprechen den Verstand und die Herzen der Menschen gleichermaßen an.

Website:
https://friedensnoten.de


Bildquelle: Peter Bickel

MWGFD

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