veröffentlicht am 15.06.2026 von Team Redaktion
Am 8. Juni 2026 ging eine Presseanfrage einer freien Journalistin bei uns ein, die wir nachfolgend im Wortlaut wiedergeben:
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist N.N., ich bin freie Journalistin und recherchiere im Auftrag des ZDF zum Themenkomplex Masern-Nachweispflichten, Impfunfähigkeitsattesten sowie falsche Impfnachweisen.
Ich bin auf Ihre Organisation aufmerksam geworden, da sie sich aus in Medizin und Wissenschaft tätigen Personen zusammensetzt und sich öffentlich kritisch zur gesetzlichen Masern-Impfpflicht äußert. Gerne würde ich Ihre Einschätzungen zu diesem Themenfeld bekommen. Konkret interessiert mich:
- Wie positionieren sich Ihre Organisationen grundsätzlich zu Impfunfähigkeitsattesten im Kontext der gesetzlichen Masern-Nachweispflicht?
- Gibt es innerhalb Ihrer Mitgliedschaft bzw. unter Ihren Unterstützerinnen und Unterstützern Richtlinien, Empfehlungen oder Selbstverpflichtungen im Umgang mit solchen Attesten? Stellen Mitglieder Ihrer Organisation Impfunfähigkeitsatteste aus?
- Gibt es Ihrer Einschätzung nach relevante Fälle gefälschter Impfnachweise im Zusammenhang mit der gesetzlichen Masern-Nachweispflicht? Wie positioniert sich Ihre Organisation dazu?
Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
N.N.
Freie Journalistin
Am 15.06.2026 beantworteten wir die Anfrage mit nachfolgender Presseerklärung:
Presseerklärung der MWGFD e.V. anlässlich der Presseanfrage zu
Impfunfähigkeitsattesten bezüglich der Masernimpfung
Wir verweisen auf unsere Materialien auf unserer Webseite zum Thema:
https://www.mwgfd.org/masernschutzgesetz/
und
https://meine-freie-impfentscheidung.de/
Es stehen Downloads zur Verfügung, vor allem unsere Informationsbroschüre:
https://meine-freie-impfentscheidung.de/media/download/broschuere_a4_doppelseitig.pdf
Dort sind folgende Fakten aufgeführt, zusammen mit den wissenschaftlichen Referenzen, die diese begründen:
- Das Risiko, an Masern zu erkranken beträgt derzeit in Deutschland 0,0007% pro Jahr
- Das Risiko, an einer schweren Masernkomplikation zu erkranken, ist mit 0,0000007% pro Jahr noch sehr viel seltener
- Das Lebenszeitrisiko, an Masern zu versterben beträgt 0,000006%
- Das Risiko, eine schwere Impfnebenwirkung wegen einer Masernimpfung zu erleiden, beträgt bei derzeit 1,2 Millionen Impfungen pro Jahr und 50 schweren (gemeldeten) Nebenwirkungen 0,0041667%. Dieses ist 6mal so hoch wie das Risiko, an Masern zu erkranken und 5.700mal so hoch wie das Risiko, nach einer Erkrankung eine schwere Komplikation zu erleiden.
- Das Risiko, in zeitlich nahem Zusammenhang mit einer Masernimpfung zu versterben – gemeldet werden 1-2 Todesfälle pro Jahr bei 1,2 Millionen Impfungen – beträgt 0,0000125% und ist damit 200mal so hoch wie das Lebenszeitrisiko an Masern zu versterben.
- Die tatsächliche Melderate für Impfschäden beträgt nach mehreren Studien allerdings nur ca. 1 Prozent. Die tatsächlichen Impfschäden sind daher vermutlich 100 mal höher als die Meldungen an das Paul-Ehrlich-Institut
Einige der Kennzahlen, die den Unterschied Infektion / Impfung darstellen, sind in folgender Abbildung visualisiert:

Abb 1: Vergleich schwere Verläufe / schwere Nebenwirkungen und Sterben an Masern / Tod als Nebenwirkung der Impfung
Dieses extrem schlechte Risikonutzenverhältnis stellt eine medizinische Kontraindikation gegen jede Masernimpfung dar. Insofern ist jede Impfbefreiungsbescheinigung von Masernimpfung medizinisch-wissenschaftlich nicht nur gerechtfertigt, sondern auch zwingend geboten. Denn eine Impfung gesunder Kinder gegen eine ungefährliche – und im
Übrigen in Deutschland nachweislich nahezu eliminierte – Kinderkrankheit stellt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs angesichts der Impfrisiken eine nicht indizierte und damit sogar eine strafbare ärztliche Maßnahme dar.
Hinzu kommt: es gibt keine einzige placebo-kontrollierte randomisierte Studie, die eine Überlegenheit der Masernimpfung an einer europäischen oder US-amerikanischen Kinderpopulation gegenüber Placebo belegen würde, wenn es um das Vermeiden schwerer Komplikationen oder Todesfälle geht. Alle Behauptungen, die in diese Richtung erhoben werden, stammen aus alten Studien mit historischen Kontrollen, die methodisch nicht aussagekräftig sind und keine Auswirkung der Masern-Impfung auf relevante klinische Parameter untersucht haben. (Di Pietrantonj et al 2021).
Literatur ist in der oben verlinkten Broschüre zitiert, siehe insbesondere:
- Bahner, Beate: „Masernimpfung und Masernschutzgesetz. Zwischen Recht und Medizin, Vernunft und Mythos“, Rottenburg: Kopp Verlag, Sept. 2025, ISBN: 978-3-98992-133-7
- Di Pietrantonj, C., Rivetti, A., Marchione, P., Debalini, M. G., & Demicheli, V. (2021). Vaccines for measles, mumps, rubella, and varicella in children. Cochrane Database of Systematic Reviews(11). doi:10.1002/14651858.CD004407.pub5
