veröffentlicht am 16.3.2026; Autor: Peter Bickel
Ärzte unter Verfolgung — helfen Sie uns, die Fälle sichtbar zu machen
Seit 2020 wurden hunderte Ärztinnen und Ärzte im deutschsprachigen Raum strafrechtlich oder berufsrechtlich verfolgt — weil sie Maskenatteste ausstellten, individuelle Impfberatung leisteten oder öffentlich Kritik an gesundheitspolitischen Maßnahmen übten. Viele verloren ihre Approbation, ihre Existenzgrundlage oder wurden zu Haftstrafen verurteilt.
Diese Fälle werden einzeln berichtet — aber nirgends systematisch zusammengeführt. Das wollen wir mit unserer Dokumentationsplattform »Ärzte mit Gewissen« ändern.
Wir bauen eine unabhängige, dreisprachige Website (Deutsch, Englisch, Französisch) auf, die diese Fälle sachlich und respektvoll dokumentiert: mit Zeitverläufen, beruflichem Hintergrund, Art der Verfolgung und in den eigenen Worten der Betroffenen. Da wir wissen, dass viele Ärzte noch immer Angst haben müssen vor staatlicher Verfolgung, können Sie Ihren Bericht auch absolut anonym veröffentlichen. Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen, die Informationen sicher an uns zu übermitteln und schützen Ihre Daten vor fremdem Zugriff.
Das bedeutet: Wird eine Meldung anonym abgegeben, werden weder Name noch Wohnort auf dem Server gespeichert. Selbst im Falle eines Zugriffs auf die Daten wären somit keinerlei Rückschlüsse auf die meldende Person möglich. Ärztinnen und Ärzte, die ihre Anonymität wahren möchten, haben zudem die Möglichkeit, den ausgefüllten Fragebogen per Post an das Postfach der MWGFD (MWGFD e. V., Postfach 1114, 84131 Vilsbiburg) zu senden – ganz ohne Angabe persönlicher Informationen.
Unser Ziel ist dreifach:
- Sichtbarkeit schaffen. Was im Verborgenen geschieht, muss ans Licht.
- Schutz durch Öffentlichkeit. Wer international beobachtet wird, ist weniger angreifbar.
- Gerechtigkeit einfordern. Ärztliche Gewissensfreiheit ist ein Menschenrecht.
Zwei Bitten an Sie:
- Sie sind selbst betroffen?
Wir laden Sie ein, Ihren Fall auf unserer Plattform dokumentieren zu lassen. Wir haben einen strukturierten Fragebogen vorbereitet, der fünf Bereiche umfasst: persönliche Angaben, berufliche Situation, Art der Verfolgung, Zeitverlauf und Auswirkungen. Sie entscheiden selbst, was Sie preisgeben – auch eine anonymisierte Veröffentlichung unter Pseudonym ist möglich. Ihre Daten werden ausschließlich für die Plattform verwendet, kein Tracking, keine Weitergabe an Dritte. Vor der Veröffentlichung erhalten Sie eine Vorschau und können jederzeit Änderungen verlangen.
- Sie kennen betroffene Ärztinnen oder Ärzte?
Nennen Sie uns Namen und – falls vorhanden – Kontaktdaten von Kolleginnen und Kollegen, die verfolgt wurden oder werden. Jeder Hinweis hilft. Wir nehmen selbst Kontakt auf und stellen das Projekt persönlich vor. Auch Hinweise auf öffentlich bekannte Fälle, Medienberichte oder Gerichtsverfahren sind wertvoll.
Warum jetzt?
Jeder dokumentierte Fall macht das Gesamtbild vollständiger. Je mehr Fälle zusammengetragen werden, desto schwerer wird es, diese Verfolgung als Einzelfälle abzutun. Ihre Hinweise können Journalisten und Juristen als Quelle dienen – und dazu beitragen, dass die Aufarbeitung dieser Zeit nicht ohne die Stimmen derjenigen stattfindet, die den höchsten Preis gezahlt haben.
Wir haben einen Fragebogen vorbereitet, mit dem Sie uns alle benötigten Informationen übermitteln können:
https://mwgfd.org/media/fragebogen_aerzte_mit_gewissen.docx
Mehr Informationen:
https://mwgfd.org/media/anschreiben_aerzte.pdf
Haben Sie noch Fragen?
Schreiben Sie uns an [email protected] oder [email protected].
Weitere Informationen senden wir Ihnen gerne zu.
Es gibt keinen Zeitdruck — aber jeder Tag, an dem diese Fälle nicht dokumentiert sind, ist ein Tag, an dem sie vergessen werden können.
Bildquelle: generiert mit KI-Unterstützung
