Kategorien
Allgemein

Weihnachtsbrief 2024

veröffentlicht am 24.12.2024

Liebe Freundinnen und Freunde der MWGFD e.V.,

wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu und es ist Zeit, Rückblick zu halten. In einer Welt großer Verunsicherung und zahlreicher Konflikte spüren wir mehr denn je, dass wir einander brauchen und dass einzig und allein die Liebe die treibende Kraft ist, die uns zusammenhält und durch
diese dunklen Zeiten führt.
Dazu eine kleine Geschichte von Rainer Maria Rilke, die er während eines Aufenthalts in Paris erlebt haben soll.

„Die Bettlerin und die Rose“
Gemeinsam mit einer Französin kam er um die Mittagszeit an einem Platz vorbei, an dem eine Bettlerin saß, die um Geld bettelte. Ohne zu irgendeinem Geber je aufzusehen, ohne ein Zeichen des Bittens oder Dankens zu äußern, als nur immer die Hand auszustrecken, saß die Frau stets am gleichen Ort. Rilke gab ihr nie etwas, seine Begleiterin gab häufig ein Geldstück. Eines Tages fragte die Französin verwundert nach dem Grund, warum er nichts gebe, und Rilke gab ihr zur Antwort: „Wir müssen ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand.“ Wenige Tage später brachte Rilke eine eben aufgeblühte Rose mit, legte sie in die offene, abgezehrte Hand der Bettlerin und wollte weitergehen. Da geschah das Unerwartete: Die Bettlerin blickte auf, sah den Geber, erhob sich mühsam von der Erde, tastete nach der Hand des fremden Mannes, küsste sie und ging mit der Rose davon. Eine Woche war die Alte verschwunden, der Platz, an dem sie vorher gebettelt hatte, blieb leer. Vergeblich suchte die Begleiterin Rilkes eine Antwort darauf, wer wohl jetzt der Alten ein Almosen gebe. Nach acht Tagen saß die Bettlerin plötzlich wieder wie früher am gewohnten Platz. Sie war stumm wie damals, wiederum nur ihre Bedürftigkeit zeigend durch die ausgestreckte Hand. „Aber wovon hat sie denn all die Tage, da sie nichts erhielt, nur gelebt?“, fragte die Französin. Rilke antwortete: „Von der Rose…“
Rainer Maria Rilke

Die Rose in dieser Geschichte symbolisiert das Herz. Das Herz eines Menschen, das sich für einen anderen öffnet. Sicher ist Nahrung genauso wichtig, wie sein Herz zu verschenken, doch liegt der Fokus in dieser Geschichte eben auf dem Herz. Und hier zeigt sich, wie bedürftig unser Herz ist, nach echter Aufmerksamkeit, nach ungeheuchelter Liebe, nach Zuwendung und Wertschätzung. Materielle Sicherheit und Versorgung reichen nicht aus für ein erfülltes und gelingendes Leben. Vielmehr geht es darum, mit unserer Gabe das Herz des anderen zu berühren.
Diese Hinwendung zum Menschen, gefüllt mit kreativen Ideen und einem großen Herzen ist immer wieder spürbar durch eure ermutigende Mitarbeit bei MWGFD. Das macht unsere gemeinsame Arbeit zu einem besonderen Ort für die Menschen um uns herum. Wir sind Begleiter, Anwälte, Ärzte, Seelsorger, Tröster, Vortragende, Mitteilende und so vieles mehr.
Dafür sagen wir „DANKE“. Ihr bringt so vieles mit in eurem Gepäck und verschenkt dabei eure Herzen. Diese Großartigkeit überrascht uns immer wieder und macht uns sehr dankbar.
Wir blicken zurück auf drei großartige Symposien zu wichtigen Themen:
März 2024: „geimpft, geschädigt, geleugnet – und nun?“,
Mai 2024: „Impfzulassung, Impfempfehlung – reichen die Daten?“ und
Oktober 2024 „Medizin nach Corona – Aufarbeitung und Vision“.
Wir hoffen und wünschen uns, dass unsere Symposien und unsere weitere Aufklärungsarbeit Licht ins Dunkel bringen und Menschen auf- und wachrütteln. Ein großer Dank geht dabei an die unermüdlichen Referenten mit ihren spannenden und mitreißenden Vorträgen, die uns berührten, motivierten und bereicherten. Einfach „DANKE“.
Für die vor uns liegende Weihnachtszeit 2024, sowie das neue Jahr 2025 wünschen wir euch und euren Familien im Kontext der Geschichte von der Rose, dass ihr diese Wärme und Liebe in den Begegnungen, die ihr haben werdet, spürt. Dass diese sorgende Wärme und Liebe, mit der
ihr selbst den Menschen begegnet, Kreise zieht, auf euch zurückfällt und euch in der Weihnachtszeit und darüber hinaus, Licht, dauerhaften Frieden, Versöhnung und Gedanken der Hoffnung schenkt.

In Verbundenheit und den Gedanken des Friedens verbleiben wir herzlichst
mit weihnachtlichen Grüßen

Prof. Harald Walach, 1. Vorsitzender
Dr. Ronny Weikl, 2. Vorsitzender

MWGFD
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.