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Freispruch ohne Befreiung – Das Geschäft mit dem Kindeswohl

Vom MWGFD-Presseteam: Autorin Claudia Jaworski; erschienen am 28. November 2023

Ein kurzer Prozess, der einen jedoch lange in Atem hält. Sowohl den Zuschauer als auch die freigesprochene Dr. Andrea Christidis, die, trotz des positiven Ausgangs, keinem Ende entgegensieht. Wir empfehlen Ihnen unsere 20-minütige Gerichtsreportage.

Am 10. November 2023 begleiteten wir einen sonderbaren Gerichtsprozess vor dem Amtsgericht Gießen. Die systemische Familienpsychologin und Gutachterin für forensische Psychologie, Dr. Andrea Christidis, sah dieser Verhandlung jedoch mit routinemäßiger Gelassenheit entgegen. Schließlich kassierte sie binnen 10 Jahren 80 Strafanzeigen. Zur Anklage stand diesmal der Vorwurf des Titelmissbrauchs, von welchem sie bereits dasselbe Gericht am 12.10.2018 rechtskräftig freigesprochen hatte.

Dass ausgerechnet auf den akademischen Grad als Symbol der Reputation abgesehen wird, ist hier kein Zufall. Warum brachte die Staatsanwaltschaft den Vorwurf, sich unbefugt als „Psychologin M.A., EIILM University“ bezeichnet zu haben, erneut auf? Bereits an der Reaktion der Richterin, die sich über die Anklageerhebung sichtlich irritiert zeigte, lies sich der blinde Verurteilungsgestus der Staatsanwaltschaft erkennen. Nachdem auch die Ermittlungen – sofern man sie als solche bezeichnen kann – nichts zu Tage gefördert hatten, erübrigte sich auch die Beweisaufnahme. Kurzerhand folgte ein Freispruch.

Doch schon jetzt ist klar, dass dies ein Freispruch ohne einen endgültigen Befreiungsschlag sein wird. Denn es handelt sich hier um die plakativste Form der Verfolgung Unschuldiger. Dem Zuschauer im Saal drängt sich unweigerlich die Frage auf, was Dr. Andrea Christidis gegen die Behörden und Ämter in der Hand habe. Der Versuch, den vermeintlichen Titelmissbrauch als Nebelkerze zu zünden, um über das Eigentliche, nämlich die institutionelle Kindeswohlgefährdung, hinwegzutäuschen, ist gescheitert.

Aber was macht Frau Dr. Christidis für die weisungsgebundene Staatsanwaltschaft so gefährlich? Sie macht schlicht und ergreifend ihren Job. Sie prüft, inwieweit tatsächlich die Notwendigkeit besteht, Kinder ihren Eltern zu entziehen.

Was ist Verkehrtes daran, vor allem, schadet es den Schutzbefohlenen, sicher zu gehen, dass Jugendämter mit ihrem Fürsorgeauftrag verantwortungsbewusst umgehen? Im Gegenteil: Allenfalls schadet es dem Glaubensbekenntnis. Dieser Tage stiftet gerade blindes Vertrauen und der ungesicherte Glaube, der Staat meine es schon gut mit einem, Verheerendes an. In mehr als 400 Fällen kann Dr. Christidis belegen, wie Jugendämter unter Angabe falscher Informationen und sogar gefälschten Unterschriften eine Kindeswohlgefährdung regelrecht fingieren. Die Akteneinsicht von über 1000 Familienakten und unzählig vieler Gutachten, erzählt jedoch eine ganz andere Geschichte. Nämlich das Geschäft mit dem Kindeswohl und die dahintersteckenden politischen Seilschaften.

Die Zahl der Inobhutnahmen steigt von Jahr zu Jahr, zuletzt im Jahr 2022 auf über 64.000. Bei einem Staat, der sich in der Krise wie ein totalitärer Fürsorger aufführt, ist es also nicht verkehrt, wenn Familienpsychologen wie Dr. Andrea Christidis gerade bei politisierten Themen wie Corona oder bei Kindesentnahmen genau hinsehen.

Diese Gerichtsreportage offenbart das, worüber in Gerichtssälen geschwiegen wird. Denn seit über 14 Jahren versucht Dr. Andrea Christidis, gemeinsam mit ihrem Ehemann Prof. Dr. Aris Christidis, auf ein fragwürdiges Gutachterwesen, das die Grundlage für eine institutionelle Kindeswohlgefährdung erst geschaffen hat, aufmerksam zu machen und die Richtigen auf die Anklagebank zu bringen.

In der Freude über diesen Freispruch wohnt vor diesem Hintergrund eine Brüchigkeit inne. Zum einen hätte es nie zu einer Anklage kommen dürfen, zum anderen verhandelte dieser Nebenschauplatz nur Derivate und Symptome einer Unterdrückungsmaschinerie, die zwanghaft mit allen Mitteln versucht, von der eigentlichen Ursache abzulenken.

Dass der Versuch der Kriminalisierung einer Enthüllungspsychologin scheiterte und eine Richterin, wie bereits zwei Richter zuvor, ihre Neutralität nicht aus Angst vor Denunziation und Disziplinarmaßnahmen aufgegeben hat, ist jedoch ein Anfang.

Wir danken Dr. Andrea Christidis für ihre Bereitschaft, die staatliche Verleumdungskampagne zum Wohle des Kinderschutzes in Kauf zu nehmen. Ihr ungebrochener Kampfgeist ist auch der mentalen Unterstützung ihres Ehemannes Prof. Dr. Aris Christidis zu verdanken.

Da diese Thematik endlich in das öffentliche Bewusstsein gelangen muss, hatte die MWGFD mit dem letzten Pressesymposium „institutionelle Kindeswohlgefährdung“ vom 23. September 2023 das Kind beim Namen genannt. Die Resonanz und der Tatendrang seitens vieler Eltern, hier aktiv zu werden, lässt Zuversicht aufkommen.

Auch möchten wir auf das von der Journalistin Alexa Nietfeld in Zusammenarbeit mit Dr. Andrea Christidis neu geschaffene Format „Schützt unsere Kinder“ aufmerksam machen, in der unter anderem auch Betroffene zu Wort kommen.

Wir bitten Sie, die Gerichtsreportage tatkräftig in Umlauf zu bringen.

Wer genauere Informationen zu den Hintergründen des Sachverhalts erfahren möchte, dem empfehlen wir den ausführlicheren Artikel der Journalistin Heiderose Manthey von Archeviva, die mit ihrem Team ebenfalls vor Ort war.

http://www.archeviva.com/kooperationen/offener-bereich/jacob-andrea/spontanapplaus-fuer-dr-andrea-christidis-oder-fuer-richterin-am-amtsgericht-giessen-fouladfar-aufgrund-freispruch/